Neujahrsturnier am 07.01.2023

Was war denn das? Das fragten wir uns, als wir am Samstag-Abend erschöpft in den Sessel plumpsten. Dabei hatten wir nur das Neujahrsturnier des Tischtennisclubs Waldheim durchgeführt und nicht mal selbst gespielt.

Schon am Morgen schauten wir ungläubig auf die Teilnehmerliste: 18 Nachwuchsspieler wollten probieren, wie es mit dem Tischtennis so funktioniert. Das Bemerkenswerte daran: die Hälfte davon hatte nichts mit dem TTC zu tun. Was uns gefreut hat: fünf Kinder waren von der TT-AG der Oberschule Waldheim dabei, welche vom TTC geleitet wird. Zwei Spieler stammten von einer AG des Gymnasiums in Hartha und einer von einer AG aus Mittweida. Gespielt haben die Kinder in insgesamt vier Gruppen. Dabei sollten die aktiven Spieler des TTC in einer eigenen Gruppe spielen. Hier war Robby Hänel der Beste. Die Nichtaktiven Kinder haben wir dem Alter nach in drei Gruppen geteilt. Bei U11 gab es 4 Starter, mit Niklas Schmidt als Sieger. In der Gruppe der U13-jährigen (4 Spieler) war Marius Felber erfolgreich. Bei den Größeren, wo der Älteste 16 Jahre alt war, kämpften 5 Jugendliche gegeneinander. Siegreich war hier Jonas Herbst. Relativ zeitig, gegen 11:30 Uhr konnten wir zur Siegerehrung schreiten. Und das war gut so, weil noch der Eine oder Andere nach Hartha zur Ausbildungsmesse wollte.


Von dem Erfolg der Vormittagsveranstaltung euphoriert, warteten wir auf die Anmeldung für die Erwachsenen. Gegen 12:30 Uhr setzte ein Zustrom in die Oberschulhalle ein, der nicht enden wollte. Gegen 13:00 Uhr schauten wir auf die Meldeliste: 7 Damen und 44 Herren wollten mit Tischtennis dem Weihnachtsspeck den Kampf ansagen. Das Kampfgericht, bestehend aus Hanna und Jörg Gräber (Tochter und Vater) schaute sich tief in die Augen und entschied: die Damen bleiben unter sich, und die Herren bilden bei den Spielern bis 44 Jahre drei Gruppen (zwei davon mit 7 Spielern, eine Gruppe 6 Starter) und die Spieler ab 45 Jahren bildeten vier Sechsergruppen. Spielen sollte in den Gruppen jeder gegen jeden, allerdings mussten zwei Gewinnsätze ausreichen. Noch einmal zum Verdeutlichen: wir spielten also mit 51 Teilnehmern in 8 Gruppen an 8 Tischen – mehr gibt die Oberschulhalle und der TTC nicht her! Gegen 16:30 Uhr waren alle Vorrunden so ziemlich gleichzeitig beendet. Na ja, fast: die Damen hatten es insgesamt schon geschafft. Siegreich war hier Anja Wadewitz vor Spieler-Mama Nicole Pfeiffer. Deren Sohn belegte am Vormittag bei den aktiven Kindern ebenfalls den 2. Platz. Und Ihr Vater war bei den Senioren noch aktiv und wollte noch weiter kämpfen.

Wie sollte es aber bei den Herren weitergehen? Das Teilnehmerfeld war immer noch riesig und der Tag weit fortgeschritten. Also entschieden wir uns dazu, aus den drei U45-Gruppen die vier Bestplatzierten in zwei Sechsergruppen an jeweils 2 Tischen um die Plätze 1 bis 12 spielen zu lassen. Komplizierter war die Sache bei den verbliebenen 24 Ü45-Startern. Schweren Herzens mussten wir 8 Spieler nach Hause schicken und bildeten aus den vier Gruppenersten eine Gruppe, die den Titelträger ermittelten. Die vier Gruppenzweiten machten die Plätze 5 bis 8 unter sich aus. Genauso verfuhren wir mit den Gruppendritten und Gruppenvierten. Wie durch ein Wunder waren auch die Endrunden nahezu zeitgleich beendet. Gegen 18:30 Uhr war dann auch die Siegerehrung der Herren Geschichte. Bei den Jüngeren konnte sich Martin Vogler aus Töpeln durchsetzen, vor Sebastian Wenger aus Mörtitz und dem Waldheimer Marque Wagner (Schul-AG Hartha – Vormittag noch zweiter). Sieger der Spieler ab 45 war Matthias Wolf aus Hartha vor Steffen Dammann (68) aus Jesewitz und Uwe Schierr (61) aus Naunhof.

Bemerkenswertes am Rande: Von unserem Familienturnier hatten einige Sportfreunde aus der Nähe von Eilenburg einen Bericht in der Zeitung gelesen und Kontakt zu uns aufgenommen. Wir kündigten ihnen unser Neujahrsturnier an. Bei einem anderen Turnier trafen sie auf Gleichgesinnte aus Bad Liebenwerda. So haben sich diese zehn Sportfeunde beim Neujahrsturnier wieder getroffen. Doch sie hatten nicht die weiteste Anreise. Diesen Rekord hält ohne Zweifel Mario Häuptner aus Esslingen bei Stuttgart mit 480km. Den Rekord des jüngsten Teilnehmers mit 15 Jahren teilten sich drei Sportfreunde: Julius Weise, Jonas Herbst und Malte Leske. Älteste Teilnehmer des Turniers mit 68 Jahren waren Steffen Dammann und Frank Hofmann.

Nach mehr als 10 Stunden Hallenmarathon sind wir uns einig: dieser Teilnehmerrekord mit 69 Tischtennisfreunden wird schwer zu toppen sein. Trotzdem freuen wir uns schon jetzt auf unser nächstes Turnier, das Familienturnier im Oktober.

Zum Seitenanfang